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| Aus den Gemeinden  | Zwettl

160 Zwettler:innen sagen, wo’s lang geht

Knapp die Hälfte aller Orte der flächenmäßig größten Gemeinde Niederösterreichs brachte sich bei einem „Bürgercafé“ aktiv ein. Zwischen Kaffee, Snacks und direktem Draht zur Politik wurden Wünsche und Visionen gesammelt.

Mit Kaffee, Kuchen und klugen Köpfen: Zwettl lud erstmals zu einem „Bürgercafé“, im Bild: Stadtrat Thomas Weiss, Daniel Fries (NÖ Dorf- und Stadterneuerung), Bgm. LAbg. ÖkR Franz Mold, die Besucherinnen Ayana, Hannah und Romana Leitner sowie Vbgm. Alexander Leutgeb © Stadtgemeinde Zwettl-NÖ

Bürgercafé

Zwei Tage, rund 160 Besucherinnen und Besucher und Beiträge aus mehr als der Hälfte aller Ortschaften: Ein „Bürgercafé“ der Stadtgemeinde Zwettl am 17. und 18. März zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an aktiver Mitgestaltung ist.

Kaffeehaus-Flair statt Amtshaus-Atmosphäre

In entspannter Atmosphäre – mit Kaffee, Getränken und kleinen Snacks – nutzte die Bevölkerung im offenen „Open House“-Format die Möglichkeit, Anliegen direkt einzubringen: 

Im Großen Sitzungssaal ergaben sich zahlreiche persönliche Gespräche mit Bürgermeister, Vizebürgermeister und Stadträten an fünf Thementischen. Hier wurde über aktuelle Stärken und Herausforderungen der Großgemeinde diskutiert und Verbesserungsvorschläge aufgezeigt. Zudem konnten auf eigenen Plakaten konkrete Wünsche und Ideen für den jeweiligen Wohnort festgehalten werden. 

Ziel der Veranstaltung war es, vielfältige Impulse zu sammeln, um daraus gemeinsam mit der NÖ Dorf- und Stadterneuerung ein tragfähiges Gemeindeleitbild, eine Gemeindevision, zu entwickeln.

Zwettl zeigte Größe

Mit 10.718 Einwohnerinnen und Einwohnern in insgesamt 56 Orten auf 256 km² ist Zwettl die flächenmäßig größte Gemeinde Niederösterreichs – entsprechend vielfältig sind die Perspektiven. Um diese sichtbar zu machen, konnten Besucherinnen und Besucher gleich beim Eingang mit Stickern auf einer großen Gemeindekarte markieren, aus welchem Ort sie kommen. Das Ergebnis: Beteiligung aus 27 verschiedenen Ortschaften – knapp die Hälfte aller Orte war damit vertreten.

Stimme soll nicht nur alle fünf Jahre etwas zählen

Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold unterstreicht die Bedeutung der direkten Bürgerbeteiligung in Form des „Bürgercafés“: „Seitens der Politik soll schließlich das entschieden werden, was die Bürgerinnen und Bürger auch wirklich als wichtig erachten.“ 

Dabei gehe es auch um ein verändertes Demokratieverständnis: „Gerade heute befinden wir uns in einer Phase, in der Bürgerinnen und Bürger nicht nur alle fünf Jahre ihre Stimme abgeben wollen, sondern laufend ihre Meinungen und Wünsche kundtun. Genau deshalb ist dieses Bürgercafé so wichtig – es liefert uns die Grundlage für zukünftige Entscheidungen.“

Vizebürgermeister Alexander Leutgeb betont die zentrale Stärke der Gemeinde: „Die Lebensqualität in unseren Ortschaften ist sehr gut. Wenn wir es schaffen, dass das überall so bleibt, dann haben wir als Großgemeinde viel richtig gemacht.“ 

Mit Blick in die Zukunft ergänzt er: „Zwettl 2050 bedeutet für uns, dass Stadt und Land weiterhin zusammen gedacht werden. Wir werden Lebensqualität für alle Generationen brauchen.“

Große Bandbreite an Themen

Im Mittelpunkt standen unter anderem die Themen Zentrums- und Ortskernentwicklung, Freizeit, Sport, Kunst und Kultur, Energie und Umwelt, Soziales sowie Mobilität. Die Beiträge spannten einen Bogen von konkreten, ortsspezifischen Anliegen – etwa der Sanierung einzelner Kapellen oder Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit – bis hin zu umfassenden Zukunftsvisionen für die gesamte Gemeinde.

Die Ergebnisse aus dem Bürgercafé werden nun systematisch ausgewertet und in den nächsten Wochen in einer Arbeitsgruppe weiterentwickelt. Die Stadtgemeinde wird die Bürgerinnen und Bürger über die Gemeindewebsite über den weiteren Verlauf des Prozesses informieren.

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