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| Über die Initiative  | Groß Gerungs

Kooperation ist ein TUN-Wort

Am Dienstag, den 17. März 2026, kamen 90 Gemeinde-Vertreter:innen und ihre Partner im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs zum alljährlichen Gemeindeworkshop zusammen.

Gemeinsam für das Waldviertel

Am Dienstag, 17. März 2026, kamen rund 90 Vertreter:innen der Interkomm-Mitgliedsgemeinden sowie Projektpartner zum jährlichen Gemeindeworkshop im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs zusammen. Vier Stunden lang tauschten sich die Teilnehmer:innen über aktuelle kommunale Herausforderungen aus und diskutierten gemeinsam mögliche Lösungsansätze – insbesondere im Umgang mit Leerstand sowie bei der Ansprache von Menschen, die ins Waldviertel ziehen oder in ihre Heimat zurückkehren möchten.

Obmann des Vereines Interkomm, Bgm. Patrick Layr eröffnete den Gemeinde-Tag 2026 und begrüßte die vielen Teilnehmer:innen im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs.

Neben vielen Gemeinde-Vertreter:innen waren auch der Vertreter des Sponsors Raiffeisen, Dir. Kurt Bogg, sowie die Projektpartner KASTNER Gruppe - Thomas Grill, Raiffeisen-Lagerhaus Zwettl - Johann Steiner und WAV - Christian Reegen mit dabei!

Außerdem waren in diesem Jahr erstmals Gäste aus weiteren Waldviertler Gemeinden unter den Teilnehmer:innen, um sich ein Bild über die Aktivitäten und die Angebote des Vereines Interkomm zu machen. Alle sind herzlich eingeladen, ebenfalls Teil dieser großen freiwilligen Solidargemeinschaft zu werden! 

Gemeinden arbeiten zusammen, um Herausforderungen wie Bevölkerungsentwicklung und alternde Gesellschaft gemeinsam zu bewältigen.

Auch der Geschäftsführer des Herz-Kreislauf-Zentrums Groß Gerungs, Fritz Weber, begrüßte die Gäste und stellte den Standort und seine Bedeutung für die Region vor.

Im Anschluss hielt Regionalentwickler Josef Wallenberger ein Impulsreferat, in dem er zentrale Herausforderungen für Gemeinden im Waldviertel skizzierte. Themen wie Gemeindefinanzen, Gesundheitsversorgung, eine alternde Gesellschaft, Leerstand und Ortsbild, neue Anforderungen an Wohn- und Siedlungsformen sowie Fragen der Demokratie standen dabei im Mittelpunkt. Sein Fazit: Viele dieser Herausforderungen lassen sich am besten gemeinsam bewältigen.

Darauf aufbauend präsentierte Obmann Patrick Layr die Aktivitäten des Vereins Interkomm. Er gab Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Arbeitsgruppen und stellte wichtige Initiativen und Projekte vor, darunter den Zukunftspreis Waldviertel, regelmäßige Online.Jour.Fixe-Termine sowie die Zukunft.Reise.Waldviertel. All diese Aktivitäten verfolgen ein gemeinsames Ziel: die Zusammenarbeit der Gemeinden zu stärken und die Region aktiv weiterzuentwickeln.

Die halbstündige Pause wurde nicht nur für eine kleine Stärkung genutzt, sondern auch um sich untereinander auszutauschen.

Im zweiten Teil des Workshops stand das Thema Standortvermarktung und Leerstand im Mittelpunkt. Dabei wurde die Initiative „Wohnen im Waldviertel. Wo das Leben neu beginnt.“ vorgestellt – jene Marke, mit der der Verein seit 2009 die Region als attraktiven Wohn- und Arbeitsort sichtbar macht.

Standortmarketing ist keine einmalige Aktion, sondern ein fortlaufendes Unterfangen, um bei Standortentscheidungen in Betracht gezogen zu werden.

Projektleiter LAbg. ÖkR Ing. Franz Linsbauer betonte die Bedeutung einer gemeinsamen und professionellen Vermarktung der Region. Nur so könne man den in Teil 1 skizzierten Herausforderungen entgegentreten und neue Bewohner:innen, Fachkräfte und Familien für das Waldviertel gewinnen

Mag. Nina Sillipp, verantwortlich für die Werbe- und Imagekampagne, präsentierte aktuelle Maßnahmen und gab Einblick in die laufenden Marketingaktivitäten

Ziel ist es, Interesse für das Waldviertel zu wecken und potenzielle Zuzügler:innen auf die Regionswebseite www.wohnen-im-waldviertel.at zu führen, wo erste Informationen rund ums Leben und Arbeiten in der Region bereitstehen.

Die Zugriffszahlen auf die Webseite zeigen deutlich: Das Interesse am Waldviertel und die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin groß. Gleichzeitig betonte Nina Sillipp, wie wichtig es ist, ausreichend Immobilienangebote für Interessierte bereitzustellen. Gerade bestehende Gebäude gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Das liegt zum einen an der gestiegenen Aufmerksamkeit in Richtung Bodenschutz und Stärkung der Ortskerne! Hat aber vor allem auch mit der besseren Leistbarkeit zu tun! Altbestände kann man oft sofort als Wohnmöglichkeit nutzen und im Laufe der Zeit Stück für Stück renovieren.

Leerstand ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance – eine Chance für Zuzug!

Damit war der letzte Programmpunkt eingeläutet. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen sammelte Josef Wallenberger konkrete und nachahmbare Beispiele für erfolgreich wieder genutzte Leerstände. Diese zeigen eindrucksvoll das große Potenzial, das in bestehenden Gebäuden steckt. Ein besonders gelungenes Beispiel präsentierte Bürgermeister Christian Laister: das neu entstandene Multifunktionszentrum am Hauptplatz von Groß Gerungs.

Wir haben bereits darüber berichtet

Damit ging der Gemeindeworkshop 2026 zu Ende, der der erste unter der Leitung des neuen Obmannes Patrick Layr war. Er nutzte die Gelegenheit, die vielfältigen Leistungen des Vereins Interkomm zusammenzufassen und die Anwesenden für die gemeinsame Arbeit zu motivieren. 

Sein abschließender Appell: „Wir Gemeinden müssen zusammenarbeiten, um Herausforderungen wie Bevölkerungsentwicklung und eine alternde Gesellschaft gemeinsam zu bewältigen. Alle sind herzlich eingeladen, Teil dieser großen Solidargemeinschaft zu werden.“

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